in 45 minuten durch europa

KINOFILM

Erzählungen und Zusammenschnitt der Europa Tournee 2023

kinoplakat in 45min durch europa

Facts:

Datum: 17.März 2024
Beginn: 10:30h
Ort: Filmbühne Waidhofen/Ybbs (Kapuzienergasse 7; 3340)

 

Header Europa Tournee 2023 RoxS

art

2023

EUROPA TOURNEE

8 Länder, 10 Städte und viele viele Spraydosen im Kofferraum.
Am 23.8 startete ich meine Europa Tournee. Ich fuhr 2 Monate lang von Stadt zu Stadt um an den jeweiligen Orten eine Wand zu gestalten.

Wie alles begann!

Es fing mit der Entscheidung an meinen Job als sozial Pädagoge zu kündigen um Vollzeitkünstler zu sein. Kein leichter Schritt, aber ich wollten mein Glück selbst in die Hand nehmen und mir einen meiner größten Träume erfüllen.

Die Route

Ich reiste alleine durch Europa. Mein einziger Begleiter: mein umgebauter Kleinwagen. Er war Schlafplatz, Atelier, Küche und Arbeitsplatz. In Summe fuhr ich 3568km.
Meine Stationen waren: Trnava (Slowakei), Pécs (Ungarn), Osijek (Kroatien), Ljubljana (Slowenien), Udine (Italien), Bozen (Italien), Biel/Bienne (Schweiz), Belfort (Frankreich), Nancy (Frankreich) & Mainz (Deutschland).

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Beim Graffiti sprühen
graffiti in slovakia

1.Station ‑ Trnava (SVK)

Mein erster Stopp führte mich in die Slowakei nach Trnava. Nach einem halben Jahr Planungszeit ging es endlich los. Ich konnte meine erste Wand sprühen und war überglücklich.

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2.Station ‑ Pécs (HUN)

Übers Hinterland ging es weiter nach Ungarn. Beim ersten Versuch wurde ich von der Wand vertrieben. Einen Tag später hatte ich mehr Glück und bekam meinen Platz. Es entstand ein sehr dynamisches und aggressives Werk.
 
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graffiti in hungary

3.Station ‑ Osijek (HRV)

Weiter ging es nach Kroatien. Ich war nun mitten in der Tournee angekommen. Nichts desto trotz überrollte mich die Hitze. Bei 39 Grad Celsius sprühte ich ein 11 Meter breites Mural. Zwischenzeitlich musste ich abbrechen, weil mir von der Hitze schwarz vor Augen wurde. Doch ich konnte durchziehen und das Werk fertig machen.
 
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4.Station ‑ Ljubljana (SVN)

Von der Hitze weg ging es nach Slowenien in den Regen. Ich fand eine schöne Wand mitten in der Stadt. Es ist eine alte Gefängnismauer mit sehr viel Charme. Mein 4ter Halt und mir ging schon etwas die Kraft aus. Zweite Tage Pause standen am Plan.
 
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graffiti in slovenia
graffiti wall in udine italy

5.Station ‑ Udine (ITA)

Nach einer kurzen Pause ging es weiter nach Italien. Ich sprühte wieder ein sehr dynamisches Bild ‑ ganz im Stil von Pécs. Ich war nun schon mehrere Wochen unterwegs.
 
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6.Station ‑ Bozen (ITA)

Mein zweiter Halt in Italien. Und zwar ging es nach Südtirol. Von den gigantischen Dolomiten inspiriert kreierte ich ein Steinadler Bild. Die gesamte Unterführung erstrahlt nun im neuen Design.
 
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graffiti in italy
graffiti in switzerland

7.Station ‑ Biel (CHE)

Über den Flüelapass (2500m) fuhr ich weiter in die Schweiz. Beim überqueren der Berge blieb nicht nur dem 15 Jahre alten Auto die Spucke weg, sondern auch mir. Der Anblick der Bergspitzen war gewaltig. In Biel sprühte ich eine in der Zeit schwebende Frau.
 
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8.Station ‑ Belfort (FRA)

Dann ging es nach Frankreich. In Belfort sprühte ich die Geigenspielerin. Sie spielt seelenruhig vor einem leeren Stadion. Sie steht symbolisch dafür, dass man seinen Träumen nachgehen soll. Ganz egal ob man Zuspruch bekommt oder nicht ‑ man soll das machen was einem Freude bereitet.
 
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9.Station ‑ Nancy (FRA)

Ein weiterer Halt in Frankreich war in Nancy. Ich sprühte an einer verlassenen Bahntrasse. Nun war ich schon fast 2 Monate unterwegs. Ich war immer alleine und lebte in Isolation. Das war nicht immer leicht für mich. Aber ich konnte daran wachsen und viel für mein Leben lernen.
 
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10.Station ‑ Mainz (GER)

Mein letzter Halt führte mich nach Deutschland. Dort konnte ich eine 180m^2 große Wand gestalten. Es war das größte Werk das ich bisher in meinem Leben sprühen konnte. Ich wurde von der Landeshauptstadt Mainz beauftragt ein Gutenberg‑Mural zu sprühen. Dazu wurde extra für mich die Schnellstraße teilgesperrt. Das war schon ein krasses Gefühl und ein unglaublich toller Tournee Abschluss.
 
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graffiti in germany
offizielle partner der europa tournee von roxs 2023

roxs

news

NEUIGKEITEN

Hier könnt ihr das aktuelle Schaffen mitverfolgen. Regelmäßig schreibe ich Berichte, im Zuge eines ROXS-Letters, die Einblicke in das Atelier von mir geben.

roxs letter banner

art

project_

concrete walls

ROXS beginnt mit dem Projekt „concrete walls“ eine neue Skulpturen Serie.
Urban, modern und typisch Street Art.

header concrete walls n°1
Das erste Stück N°1 zeigt eine verloren wirkende Frau die vor dem Abgrund steht. Orientierungslos scheint sie nach dem richtigen Weg zu suchen. Eine große Leere offenbart sich vor ihr und wirkt beängstigend. Doch sie hat die Lösung in der Hand – ihre Laterne, ihr Licht, ihre Orientierungshilfe.

Dies lässt sich damit assoziieren, dass man sein Glück in der eigenen Hand hat. Man muss es zu nutzen wissen und sich dem selbst bewusst werden. Sich trauen Dinge in die eigene Hand zu nehmen und sich von der großen Leere nicht einschüchtern zu lassen – und schon bald wird sich die Leere in einen Raum voller Möglichkeiten verändern.

Der Bildträger, die Betonwand, ist eine zu 100% handangefertigte Eigenkreation vom Künstler RoxS.

hintergrundgeschichte zum projekt

Die Grundidee entstand während eines Gesprächs um 2 Uhr Nachts mit meinem Bruder. Ich zeigte ihn meine Zugticket-Werke. Daraus kristallisierte sich die Idee heraus, etwas noch typischeres für mich als Spraykünstler zu erschaffen. Und zwar: Besprühte Miniaturwände.

Gesagt getan. Einige Momente später durchstöberte ich die Weiten des Internets und bestellte alles nötige Material dazu. Während die Lieferanten meine Waren von A nach B kutschierten machte ich erste Entwürfe für ein Modell. Dieses fertige ich dann aus Modelliermasse an. Fein säuberlich mit all seinen Details. Besonders im Fokus lag der Charme einer echten, eher runtergekommenen Wand. So wurden Löcher, abgefallener Putz, Mauersteine und abgebrochene Steine raus modelliert.

hier sieht man die idee zum projekt

Während das Modell aushärtete habe ich mich darum gekümmert eine Form für den Guss zu zimmern. Aus Holz baute ich eine Schalung die ich mit Plastik auskleidete und daraufhin mit Puder einstaubte. Das hat den Grund, damit sich der Guss leichter raus lösen lässt.

die nötige schallung wird gebaut

In die Form legte ich das Modell und übergoss es mit Zwei-Komponenten Silikon. Dieses schmiegt sich an die Miniaturwand an und läuft in alle Ritzen, Löcher und weiteren Details. Nach etwa 2 Stunden ist es schon fest und man kann es aus der Form holen. Und somit war meine Silikonform für die Produktion der „concrete walls“ geboren.

hier sieht man die silikonform

Gleich darauf mischte ich sehr feinkörnigen Beton an und machte den ersten Guss. Um der Skulptur mehr Stabilität zu geben arbeitete ich ins Innere Metallgitter ein. Der ausgehärtete Beton lässt sich dann ganz leicht aus der Form nehmen. Um das Kunstobjekt allerdings schmiegsamer zu machen schleifte ich die Oberflächen händisch ab.

Bevor es mit dem Besprühen los ging, strich ich den Rohbeton mit Einlassgrund ein um einen optimalen Maluntergrund zu schaffen.

hier sieht man den gegossenen beton
Jetzt ging es endlich mit dem Motiv weiter. Nach vielen nervenaufreibenden Stunden hatte ich meine 4 herausgeschnittenen Schablonen fertig. Jeder einzelnen Schablone wird eine Farbe zugeordnet, welche dann nacheinander und übereinander gesprüht wird. Hierbei muss auf den Millimeter genau gearbeitet werden. Denn, wenn eine der Schablonen etwas verschoben gesprüht wird, ist das ganze Werk im Eimer.

Abschließend wurden Fotos geschossen und die Projektbeschreibung geschrieben. Die erste Skulptur ist fertig. Dieses Motiv wird nur 1x gesprüht und ist somit ein Unikat. Das Miniaturwand-Projekt wird mit weiteren Unikaten in Zukunft fortgeführt.

Wenn ihr Interesse an dem Unikat „concrete wall N°1“ habt, könnt ihr es in meinem Online-Shop erwerben.

hier kann man das objekt kaufen

MÄRZ & APRIL 2023

Interior Design Graffiti

Hallo meine lieben Freunde der Spraykunst!

In den letzten zwei Monaten kam wieder viel Farbe an die Wand. Unter anderem habe ich meinen ersten Container besprüht – es war großartig! Allerdings gibt es auch eine große Veränderung in meinem Leben.

Davor ging es aber erst mal nach St.Pölten. Und zwar wurde ich vom Beta-Campus beauftragt den neuen Standort am Raiffeisen Corner zu gestalten. Mir wurde eine große Bürowand zur Verfügung gestellt, welche im dritten Stock über den Dächern der Stadt thront. Ich griff das Farbkonzept aus den modernen Räumlichkeiten auf und kreierte ein geometrisch abstraktes Wandbild. Den ersten halben Tag verbrachte ich damit den Raum abzukleben. Dabei musste ich sehr ordentlich und genau arbeiten, da schon alles eingerichtet war. In weiteren zwei Tagen wurde die Wand gestaltet.

Ich blieb spontan einen Tag länger in der niederösterreichischen Landeshauptstadt um eine weitere Wand im öffentlichen Raum zu sprühen. Ganz frei ohne Vorgaben und Zeitstress. Nachdem ich eine nette Wand gefunden hatte entschied ich mich ein sitzendes Kind zu sprühen. Dieses hockt nun nachdenken da und blickt in einen leeren Raum. Der nach links gerichtete Blick kann damit assoziiert werden, dass es in die Vergangenheit sieht. Was sich im Kopf des Kindes abspielt muss jeder für sich selbst entscheiden.

legale wand in sankt pölten
alte bene halle in waidhofen an der ybbs

Mit einer freien Wand ging es in Waidhofen an der Ybbs weiter. Bei der alten Bene Halle gestaltete ich ein Frauenporträt mit Neon Effekt. Hierbei ging es mir das Licht- und Schattenspiel mit verschiedenen Farben zu üben.

Weiter ging es mit einen richtig besonderen Projekt für mich. Und zwar bekam ich die Möglichkeit meinen ersten Container zu besprühen. Ein Objekt, das mit seiner Metalloberfläche einen total urbanen Flair aufweist und großen Reiz zum Besprühen hat. Ich wählte als Motiv eine liegende Frau die ein aufgeschlagenes Buch auf ihrer Brust liegen hat. Sie liegt verträumt in der Natur und läuft in ihrer Fantasie durch verschiedene Welten.

Auch meine erste Ausstellung konnte ich dieses Jahr schon abhalten. Im Schloss Rothschild in Waidhofen an der Ybbs stelle ich zur Zeit in der Ein-Bild-Galerie aus. Ich habe das Werk „Athene“ gewählt, da es meinen unverwechselbaren Stil verkörpert und in die alten Gemäuer des Schlosses passt.

Als nächstes stand viel Nostalgie auf meiner Projektliste. Zu ehren der Schmalspurbahn, umgangssprachlich „Bemp“ genannt, habe ich Fan-Shirts designt und in Eigenregie drucken lassen. Erfreulicherweise hat sogar die NÖN darüber berichtet. Den Artikel dazu könnt ihr hier lesen:
https://www.noen.at/ybbstal/t-shirt-kunst-waidhofner-kuenstler-roxs-gestaltet-bemp-t-shirts-waidhofen-an-der-ybbs-364789051

Das war es bei mir auch schon wieder. Beziehungsweise gibt es schon noch eine größere Veränderung in meinem Leben die ich euch erzählen möchte. Ich habe mich dazu entschieden mein Leben voll auf die Kunst zu konzentrieren und Vollzeitkünstler zu sein. Das heißt, kein Nebenjob mehr und voller Fokus auf die Spraydosen. Es war keine leichte Entscheidung, da ich in meinen sozial Pädagogischen Beruf sehr zufrieden war. Allerdings ist jetzt die Zeit reif für einen neuen Weg und den möchte ich nun wagen. Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, aber ich freue mich unglaublich darauf. Als erste Amtshandlung als Vollzeitkünstler habe ich auch schon ein sehr großes Kunstprojekt in Planung. Die letzten Wochen ist diesbezüglich sehr viel passiert und meine ganze Zeit läuft in die Planung – mehr darüber erfährt ihr aber erst im nächsten Brief!

Viele bunte Grüße,
euer RoxS

KONTAKT

ROXS
Pascal Gruber
3340 Waidhofen/Ybbs
Austria

Email:
info@roxs.at

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